FFR stellt sich in Göllsdorf vor, 13.05.09

Neue Halle ganz oben auf der Wunschliste

Im Großen und Ganzen zeigen sich die Göllsdorfer zufrieden mit ihrem Dorf. Doch ein Wunsch steht ganz oben auf der Liste. Eine sanierte oder neue Halle. Das wurde beim Besuch der FFR-Kandidaten in Rottweils größtem Teilort deutlich.

Stolz wies Ortsvorsteher Wolfgang Dreher auf das hin, was in den vergangenen Jahren in Göllsdorf entstanden und geleistet worden ist. Da sei zum einen das Jugendhaus, das eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener mit großem Engagement saniert und neu gestaltet hat. Da ist das Neubaugebiet Dättele, dessen 21 Bauplätze fast alle vergeben und bebaut sind. Da sind das Feuerwehrhaus und die Sanierung und Verschwenkung der Feckenhauser Straße. Göllsdorf sei ein intaktes Dorf mit einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Kinder, Erwachsene und Senioren verfügten über eine gute Infrastruktur, die von viel ehrenamtlichem Engagement getragen sei, hob Dreher hervor. Das zeige nicht zuletzt auch die Saukirbe, die ohne aktive Unterstützung der Bürger nicht stattfinden können.
Sorgenkind der Dorfgemeinschaft bleibt aber die marode Halle. Der Bau aus dem Jahr 1966 ist dringend sanierungsbedürftig. Auf rund 1,3 Millionen Euro summierten sich dabei die Einzelbeträge, auf die Dreher bei der Aufzählung der notwendigen Arbeiten kam.
Die anwesenden Bürger und Vereinsvertreter haben allerdings den Eindruck, die Stadt halte Göllsdorf hin. Vor fünf Jahren habe man bereits gesagt, jetzt werde saniert, doch bisher sei nichts geschehen, beklagte Hans Maier. Dabei habe die Stadtverwaltung die Idee einer neuen Halle ins Spiel gebracht, nicht das Dorf von sich aus. Diese würde dann auch weniger Energie verbrauchen und könne für Wettkämpfe genutzt werden.
FFR-Kandidat Max Burger brachte den Gedanken eines Hallenbaukastensystems ins Spiel, mit dem eine kostengünstige Multifunktionshalle eventuell zu verwirklichen sei. Skeptisch gegenüber einem Neubau zeigte sich FFR-Stadträtin Heide Friederichs. Sie sehe die Notwendigkeit eines sinnvollen Hallenbaus, zumal in Göllsdorf, wo ein intaktes Dorf- und Vereinsleben bestehe und die Halle sehr häufig genutzt würde. Doch sie verwies auf die anstehenden Sanierungen der Schulen und die sinkenden Gewerbesteuereinnahmen der Stadt und machte wenig Hoffnung auf einen Neubau. Man könne jetzt nicht etwas versprechen, was man später nicht halten könne, so ihr Fazit.

 

BU: Neubau oder Sanierung, das ist die Frage. Sorgenvoll blicken FFR-Kandidaten und Göllsdorfer Bürger gleichermaßen auf die marode Halle in Göllsdorf: Rainer Hils, Hans Maier, Klaus Oßmer, Heide Friederichs, Enikö Riek-Nagy, Ortsvorsteher Wolfgang Dreher; Uwe Meier, Berhard Pahlmann, Gerold Spreng; Max Burger, Sebstian Schuler (von links).